DER OODA-LOOP & LEVEL 10 MARKETING.

Ein Erfolgssystem von Kampfpiloten für das Marketing.

Der OODA-Loop ist eine zur Luftüberlegenheit im Luftkampf, Pilot gegen Pilot (der sogenannte „Dogfight“), entwickelte Methode, die weit über eine militärische Anwendung hinausgeht und als Erfolgsmethode für jeden wirtschaftlichen Prozess angewendet werden kann und wird.

„Siegreiche Krieger gewinnen zuerst und ziehen dann in den Krieg, während besiegte Krieger zuerst in den Krieg ziehen und dann versuchen zu gewinnen“.

Diese Maxime, die vor über zweitausend Jahren von dem chinesischen Militärstrategen Sun Tzu geschrieben wurde, besagt im Wesentlichen:

Erfolg ist eine Frage systematischer Planung und strategischer Initiative.

Mit anderen Worten, der Erfolg – in einer militärischen Auseinandersetzung oder im Business – hängt von einem klaren System, taktischem Denken und einem systematischen Prozess ab.

Die 4 Schritte im „OODA-Loop“

Der OODA-Loop ist darauf ausgerichtet Veränderungen (und Bedrohungen) frühzeitig zu antizipieren (und zu neutralisieren), bevor sie kritisch werden. In der Praxis setzen Führungskräfte und Organisationen den OODA-Loop ein, um Entscheidungs- und Systemzyklen kontinuierlich zu verbessern und Reaktionszeiten zu verkürzen.

Vereinfacht gliedert sich der OODA-Loop in vier Schritte:

  • OBSERVE – beobachten, die Lage und Einflussfaktoren wahrnehmen oder Ergebnisse aus einem abgelaufenen „Loop“ ermitteln,
  • ORIENT – sich aufgrund der erfassten Daten und Faktoren orientieren und Handlungsalternativen entwickeln,
  • DECIDE – die sich daraus ergebenen Optionen bewerten und entscheiden,
  • ACT – handeln & umsetzen.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil bei der systematischen Anwendung des OODA-Loops ist die hohe Geschwindigkeit, um auf positive oder kritische Veränderungen frühzeitig agieren zu können.

Im Luftkampf stellte sich u.a. heraus, dass der Kampfpilot (A), der ein schnelleres Entscheidungssystem besitzt, schneller antizipiert, bewertet, entscheidet und umsetzt, dem Gegner (B) immer einen Schritt voraus ist – „he is in his loop“. Zu welchem Ergebnis dies führt, liegt auf der Hand.

Die Entstehung des „OODA-Loops“

Das System des OODA-Loops ist, wie so vieles, im Militär entstanden. Ausgangspunkt war der Koreakrieg (1950-1953) in dem sich die Vereinten Nationen unter Führung der USA und Nordkorea, mit Unterstützung der Sowjetunion und vor allem China, gegenüberstanden. Der Luftraum wurde von den ersten beiden seriengefertigten Düsenflugzeugen beherrscht:

  • Der US-amerikanischen F-86 Sabre (im untenstehenden Bild oben) und
  • der russischen MiG-15 (unten) auf der nordkoreanischen Seite.

Auf beiden Seiten saßen im Cockpit erfahrene Kampfpiloten aus dem 2. Weltkrieg – in etwa also gleiche Ausgangsbedingungen. Den Unterschied machte jedoch die beteiligten Flugzeuge: Die MiG-15 war der US-amerikanischen F-86 in fast allen Belangen überlegen.

Was schätzen Sie war das Abschussverhältnis, bei sonst gleichen Bedingungen, aber mit einem unterlegenen US-amerikanischen Flugzeug? Die Quote sollte doch eigentlich eindeutig zu Gunsten der nordkoreanischen Seite entfallen, oder? Weit gefehlt, die Quote war 10:1 zu Gunsten der US-amerikanischen Piloten, d.h. dem Verlust von zehn MiG-15 stand der Verlust von „nur“ einer F-86 der internationalen Allianz gegenüber. Das ergab keinen Sinn.

Der „OODA-Loop“

Mit diesem Widerspruch beschäftigte sich der US-amerikanische Kampfpilot und Militärstratege Col. John Boyd. Seine Erklärung war einfach, wie wegweisend. Die amerikanischen Piloten waren fliegerisch ihren nordkoreanischen Kontrahenten keinesfalls überlegen. Sie verfügten jedoch über ein schnelleres Entscheidungssystem gegenüber doktrinhaften und auf Befehlsketten basierenden Entscheidungsprozessen auf der nordkoreanischen Seite.

Hinzu kam ein Designmerkmal der F-86. Aufgrund des blasenförmigen Cockpits (die Sicht im Cockpit der MiG-15 war durch Metallstreben stark eingeschränkt) hatten die US-amerikanischen Kampfpiloten ein höheres Situationsbewusstsein, „Situational Awareness“ (s. dazu „Der A.C.E.-Faktor – Situationsbewusstsein im Business„). Zusammen mit einem effizienten und schnelleren Entscheidungssystem konnten sie:

  • besser beobachten und die Lage sowie die Einflussfaktoren wahrnehmen (OBSERVE),
  • sich schneller orientieren und Handlungsalternativen entwickeln (ORIENT),
  • diese Optionen bewerten und entscheiden (DECIDE)
  • und schließlich umzusetzen (ACT).

Aus dieser Erkenntnis entwickelte Col. John Boyd denn „OODA-Loop“, der u.a. Grundlage in der Ausbildung von Kampfpiloten wurde und nach wie vor im militärischen Alltag bis hin zur Strategieentwicklung auf höchster Ebene genutzt wird.

Auch in Unternehmen ist die Methode in unterschiedlichster Form populär geworden, da Führungskräfte einem immer schnelllebigeren und wettbewerbsorientierten Markt gegenüberstehen. Systematische, messbare Prozesse und die daraus resultierenden kürzeren Reaktionszeiten machen dabei u.a. den Unterschied für den Geschäftserfolg aus.

Level 10 High Performance Marketing

Das Level 10 High Performance Marketing System basiert auf den OODA-Loop und ist speziell für ein systematisches Marketing entwickelt worden.

Level 10 High Performance Marketing ist ein kundenzentriertes, prozessgetriebenes, sich selbst optimierendes und selbstverstärkendes System – für mehr Umsatz & Wachstum.

Unabhängig, ob auf Unternehmens-, strategischer Ebene oder bei der Planung und dem Einsatz von operativen Marketingmaßnahmen.

Analog zum OODA-Loop ist es darauf ausgerichtet, dass Marketing in 5 immer wiederkehrenden Phasen:

  • verlässlich,
  • transparent,
  • zu jedem Zeitpunkt messbar zu machen,
  • Systemzyklen kontinuierlich zu verbessern und zu beschleunigen.

Darüber hinaus gewährleistet es bei einer systematischen Anwendung eine höhere Geschwindigkeit auf positive oder kritische Veränderungen wie Markt-, Wettbewerbs-, Marketing-, Preis-, Vertriebs- oder Produktveränderungen etc. frühzeitig zu agieren.